Der Weg der Heilung
Unsere Seelen haben eines gemeinsam: Sie alle streben danach Gott im Menschlichen Leib wieder zu finden. Jede Zelle unseres Körpers weiss darum und tut alles dafür, dass wir diesen Weg auch zurück finden. Genau das ist auch dieses Gefühl, dass sich offenbart, wenn wir uns auf den Weg der Heilung begeben. Dieses Gefühl von - Da gibt es mehr zu verstehen, mehr zu leben - Mehr im Leben als das was wir bisher gelebt haben. Und wir machen uns auf die Suche.
Allerdings führt diese Suche auch allzuoft über Irrgärten. Labyrinthe des Lebens, die auch ich durchwandern musste um zu verstehen, dass Heilung nicht irgendwo im fernen Osten, oder in den Bergen Süd Amerikas zu finden ist, sondern direkt hier vor deiner Haustüre. Wenn wir uns verirren wird Kreation, das Leben und all das was zum Leben gehört kompliziert. Scheint dir ein glückliches, friedvolles Leben in Fülle auch oft unerreichbar? So ging es mir eine ganze Weile. Ich habe meditiert, transformiert, integriert, war ständig auf der Suche nach einem neuen noch nicht integrierten Kind, oder Schatten. Und sicherlich ist ,,Schattenarbeit'' wie sie heute oft genannt wird auch ein wichtiger Teil des Weges, denn wir dürfen ganz aktiv das verändern und dem in die Augen schauen, was uns vielleicht sogar unser ganzes Leben lang im eigenen Käfig gehalten hat. Prägungen, Glaubenssätze, Normen einer Gesellschaft, die schon lange nicht mehr glücklich ist. Aber Heilung muss nicht schwer sein und es muss einen nicht runter ziehen. Wenn du das in deinem Leben erlebst, du nach innerer Kinderarbeit Tage, vielleicht sogar Wochen völlig raus bist, dann ist das keine Heilung sondern Retraumatisierung. Und warum geschieht das? Weil wir nicht glauben können, wie einfach Heilung doch sein kann.
Die Seele strebt nach Gott - Sie strebt danach wieder vereint zu werden und zwar nicht erst nach dem Tod, sondern in diesem Leben. Die Seele strebt danach Himmel auf Erden zu erleben. Wie aber erleben wir Himmel auf Erden?
Zunächst gilt es zu verstehen, dass wir lange an einen Gott der Kirche geglaubt haben, der uns richtet, der streng ist, der Menschen in die Hölle schickt. Ein Gott der bei seinem Schöpfungsprozess unwürdiges erschaffen hat: Den Menschen. Einen Sünder, den Gott nur lieben kann wenn er sich bekehrt. Denn Liebe ist und war in dieser Welt immer an Bedingungen geknüpft, deswegen fällt es uns auch so schwer an einen liebenden Gott zu glauben, der uns auch trotz unserer Sünden und Fehler liebt. Ein Gott zu dem man nur gelangen kann, wenn man die Sache richtig macht und den rechten Weg geht. Nur dann, wenn man perfekt wird. Oder halt... Das ist ja auch nicht möglich, denn wir sind und bleiben ja Sünder. Also unwürdig. Aber wir können zumindest versuchen den rechten Weg zu gehen. Dieser rechte Weg hat oft mit der Kirche zu tun, oder zumindest mit der Bibel und viele christliche Kirchen, auch freie Kirchen leben diesen Grundsatz genauso. Sie arbeiten mit Angst, anstatt Liebe. Angst macht starr und Liebe frei. Die Angst dem Teufel zu verfallen ist so groß, dass sie alles boykottieren, was nicht mit der Bibel zu tun hat. Sie glauben, dass nur sie in den Himmel kommen werden, weil sie das Wort Gottes kennen, durch die Bibel. Diese Menschen glauben oft, dass sie den einzig wahren Glauben gefunden haben und alles andere vom Teufel kommt. Ja, sie grenzen sogar andere Menschen aus, oder sagen so Sachen wie ,,Siehst du die Frau auf der Strasse, die eine Mitfahrgelegenheit braucht? Sie sieht aus als würde sie Yoga machen, deswegen lassen wir sie hier einfach sitzen''. Sie trennen sich von anderen und der Grundsatz der Bibel ,,Liebe deinen nächsten wie dich selbst'' gilt dann nur noch für jene, die in der gleichen Gemeinde sind, oder dem gleichen Glauben zugehören. Ist nicht das genau das, was die Pharisäer damals gemacht haben? Solange du glaubst, dass du den perfekten Glauben gefunden hast, bist du wahrscheinlich sehr weit davon entfernt. Demut ist eines der wichtigsten Tugenden, die wir uns auf dem Weg aneignen dürfen und Demut heißt: Ich bin demütig Gott gegenüber, dem Leben gegenüber und dem Fakt, dass mein menschlicher Geist nur so viel verstehen kann. Demut heißt loslassen und hingeben und anderen Menschen gegenüber nicht besserwisserisch und herrisch zu sein. Es bedeutet den Hochmut abzulegen mit dem wir oft durch das Leben schreiten, immer auf der Suche nach dem Dreck vor der Türe anderer. ,,Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruder Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr?'' Matthäus 7, 3-5
Währenddem ich auch die Bibel lese gibt es hier einen wichtigen Grundsatz zu beachten, der nicht nur für die Bibel, sondern für alle Weisheitslehren dieser Welt gilt:
1. Prüfe alles und behalte das Gute
2. Hüte dich vor Menschen die sich selbst anheben wollen. Worte predigen, sie aber selbst nicht befolgen
3. Wir Menschen wissen gar nichts. ,,Ich weiss, dass ich nichts weiss'' ist ein guter Lebensgrundsatz.
4. Prüfe dein Leben und die Dinge die du lebst, nach den Früchten die sie tragen
Keiner von uns kann mit Sicherheit sagen wer oder was Gott ist. Auch ich weiss es nicht. Deshalb darfst du auch meinen Text prüfen und das gute behalten. Vielleicht kamen in der Geschichte einige Menschen dem ganz nahe und haben es uns zu offenbaren versucht. Der Menschliche Geist ist aber so verstrickt, dass er über die Zeit Sachen daraus gemacht haben, die dem sehr fern sind. Nicht nur das, wir haben die Boten Gottes boykottiert, sie geschmälert, beschämt, degradiert und manche von ihnen sogar getötet. History repeats itself! Lasst es uns jetzt anders machen!
Heilung bedeutet in meiner Welt aus dem Dramadreieck des Lebens auszusteigen. Das Dramadreieck beschreibt Rollen, die wir Menschen gerne einnehmen:
Das Opfer:
Diese Rolle lieben wir Menschen. Man kann andere beschuldigen, ohne selbst Verantwortung übernehmen zu müssen. Die Schuldigen sind dann die anderen. Der Partner der sich nicht korrekt verhalten hat, die Freundin die hätte etwas anders machen müssen, oder der Chef der immer zu viel erwartet. Vielleicht auch die Welt in der wir leben. In dieser Rolle hören wir uns oft sagen ,,Es geht nicht, weil ich....'', oder ,,Wenn ich sie gewesen wäre, hätte ich das so oder so gemacht aber sie hat mich ja belügen müssen''. Als Opfer kommen oft Situationen in dein Leben, die dich in eine Machtlosigkeit bringen.
Der Täter
Eine Rolle, die wir nicht unbedingt gerne zugeben. Der Täter ist der, der dem Opfer gegenüber steht. Der sich über andere erhebt, andere degradiert, belügt, manipuliert, um für sich selbst das beste raus zu ziehen. Ein Täter ist man aber auch, wenn man die Stimme einem anderen gegenüber erhebt, oder über andere lästert.
Der Retter
Retter ist eine Position, die wir gerne einnehmen, denn durch sie können wir uns erhöhen, währenddem wir den anderen unter uns stellen, weil er in dem Moment schwächer ist als wir. Es ist eine Rolle in der wir anderen helfen und Aufgaben für sie übernehmen, oder gar versuchen sie zu etwas zu überreden, oder gar zwingen, was wir glauben, was ihnen gut tun würde.
All das sind Rollen des Egos und in unserem Leben waren wir bereits alle einmal. Jeder Mensch hat aber eine präferierte Rolle in der er sich wohl fühlt. Unterm Strich ist keine dieser Rollen die Wahrheit über dich, sondern Masken die wir uns aufziehen, weil wir gelernt haben, dass wir mit ihnen gut durch leben kommen. Sie haben uns also eine zeitlang gedient. Nun darfst du Schluss damit machen und versuchen keiner dieser Rollen jemals wieder einzunehmen.
Wie also erleben wir Himmel auf Erden möchtest du nun sicherlich wissen? Nun, die Antwort ist gleichermaßen simpel wie sie schwer ist. Himmel auf Erden ist nämlich nichts das kommt und was du sehen wirst. Es gibt keinen Eingang und du kannst dir kein Ticket kaufen. Himmel auf Erden ist bereits da, ist etwas das aus dir heraus entsteht. Es ist die Wahrheit, der Anfang und das Ende. Es ist das Realisieren dessen, dass du Vollkommen bist und es immer warst, dass du nie ein Sünder warst auch wenn du Fehler gemacht hast und Gott dich trotzdem immer lieben wird. Es ist das Realisieren dessen, dass du nach dem Ebenbild Gottes erschaffen wurdest.
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